Von Gaeta nach Menorca – 430 Seemeilen, zwei Calamari und ein Rigg-Check
- Tom Winter

- 5. Dez. 2024
- 2 Min. Lesezeit

Nach wochenlanger Mast-Aktion in Gaeta war es so weit: NUTS war bereit für ihren bisher längsten Schlag – 430 Seemeilen nonstop bis Menorca. Drei Nächte, vier Tage und genug Abenteuer, um ein Buch zu füllen (oder wenigstens einen Blogbeitrag).

Unsere Routenplanung mit PredictWind
Für die Routenplanung nutzen wir die PredictWind Premium App, die uns dabei hilft, die bestmögliche Abfahrtszeit und Route zu finden.
Mit der Funktion Departure Planning können wir verschiedene Wettermodelle vergleichen und sehen, wie Wind, Wellen und Strömungen unsere Reise beeinflussen. Die App zeigt uns, wie lange wir für die Strecke brauchen, welche Bedingungen uns erwarten und wann der beste Zeitpunkt für den Start ist. So können wir sicherstellen, dass wir möglichst effizient und sicher unterwegs sind – ein unverzichtbares Tool für längere Überfahrten wie diese!
Schichtdienst und Schlafakrobatik
Für die Überfahrt teilten wir uns in 4-Stunden-Schichten ein: Moni begann, ich übernahm danach, und der Schichtfreie versuchte unter Deck zu schlafen. „Versuchte“ ist hier das Stichwort, denn zwischen Wellen, Seegang und dem gelegentlichen Knarzen des frisch montierten Riggs gelang es nicht immer Tiefschlaf zu finden. Aber hey, wer braucht schon Schlaf, wenn man 430 Seemeilen Spaß vor sich hat?
Ein nächtlicher Rigg-Check
Das neue Rigg wollte getestet werden, und wir wollten sicher sein, dass alles hält. In der ersten Nacht schnappte ich mir meine Stirnlampe und machte mich daran, die Wanten nachzuziehen – denn sie sorgen schließlich dafür, dass der Mast stabil bleibt. Mit Werkzeug in der Hand und Wellen unter den Füßen zog ich die Wanten nach. Einmal gemacht, mussten diese nicht nochmals nachjustiert werden, und ich konnte mich wieder dem Reisekrankheits-Kaugummi widmen (mein treuer Begleiter bei Wellengang).
Korsika und Sardinien: Ein kurzer Moment zum Staunen
Die Passage zwischen Korsika und Sardinien war magisch. Eigentlich wollten wir dort kurz pausieren, doch der neuste Wetterbericht zeigte, dass der Wind bald nachlassen würde und die nächsten Tagen, der Wind nicht zu unseren Gunsten kommt. Also entschieden wir uns, weiterzusegeln – nicht ohne vorher ein Foto vom spektakulären Sonnenuntergang zu machen.

Zwei blinde Passagiere
Erst am Morgen, nach der dritten und ruppigsten Nacht, entdeckten wir sie: Zwei Calamari hatten es sich auf unserem Deck gemütlich gemacht. Dank des wilden Seegangs waren sie an Bord gespült worden – ein unfreiwilliges Abenteuer für sie und eine Überraschung für uns. Die beiden wurden zurück ins Meer verabschiedet.

Ankunft in Menorca
Nach drei Nächten und 430 Seemeilen kamen wir in der Nacht in Menorca an – müde, aber stolz. Das neue Rigg hat seinen Härtetest bestanden, und NUTS ist bereit für die nächste Etappe. Dieser Schlag war der längste, den wir bisher gemacht haben. Eins ist sicher: Zwei Calamari, ein Mast-Check bei Nacht, ein Sonnenuntergang zwischen Inseln und eine Extrarunde Seekrankheitkaugummis werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.





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