Las Palmas: Waschmaschinen, Wellen und unsere letzte Station vor der Atlantiküberquerung (Start 06.01.25)
- Tom Winter

- 6. Jan. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Las Palmas auf Gran Canaria war unsere letzte Station vor dem grossen Abenteuer: der Atlantiküberquerung. Und wie es sich für uns gehört, war diese Zeit alles andere als langweilig. Von Reparaturen bis hin zu einem halbnassen Waschmaschinenmanöver – hier gibt’s den Rückblick auf unsere letzten Tage vor dem Aufbruch.
Spanische Tapas und eine schwingende Maschine
Doch während wir von Lanzarote nach Gran Canaria segelten, merkten wir, dass unser Motor eine wacklige Überraschung für uns bereithielt.
Die letzten 20 Minuten der Überfahrt mussten wir motoren, und dabei fiel Tom auf, dass ein Motor ungewöhnlich stark schwankte. Eine Schraube an der Gummifusshalterung war gebrochen, was dazu führte, dass der Motor 10 bis 20 cm hin- und herschwang. In Las Palmas suchten wir einen Ersatzfuss, doch keiner war verfügbar. Schliesslich fanden wir einen Schweisser, der die Schraube durch eine neue ersetzen konnte. Am 2. Januar war das Problem endlich gelöst, und der Motor sitzt wieder fest an seinem Platz.
Natürlich haben wir auch das lokale Essen genossen: Spanische Tapas in einer gemütlichen Bodega – lecker und genau das Richtige nach so einem Tag.

Dinghy (Beiboot) -Diebstahlschutz: Kette und Schloss
Eines der Dinge, die wir in Las Palmas erledigten, war der Kauf einer 10 mm starken Edelstahlkette und eines robusten Fahrradschlosses. Damit sichern wir unser Dinghy, das in der Karibik oft eine leichte Beute ist, wenn man nicht vorsorgt. Jetzt kann unser Dinghy beruhigt an Land warten, während wir unterwegs sind.

Waschmaschine 2.0: Ein Abenteuer mit Wellen

Unsere alte Waschmaschine von 2007 war am Ende – ein Ersatz musste her, bevor wir den Atlantik überqueren. Die Suche nach einer neuen, schmalen Maschine (max. 43,5 cm breit) dauerte fünf Läden, doch schliesslich fanden wir ein 7-Kilo-Modell. Die Lieferung folgte, und die Maschine landete, nach Abgabe der Alten Maschine im Dinghy.
Beim Verlassen der Marina erwischte uns allerdings eine heftige Seitenwelle, die uns beide halb durchnässte – und das war erst der Anfang. Am Boot angekommen, scheiterte unser Versuch, die Maschine über den SugarScoop ins Boot zu heben, an den Wellen, die die Plattform ständig überspülten. Also griffen wir zum Grossfall (Seil zum Hochziehen des Grosssegels) und zogen die Maschine mithilfe der Winch hoch, nachdem ich sie wie ein Geschenk verschnürt hatten.
Mit viel Fluchen und Fingerspitzengefühl schraubten wir die Maschine fest, ersetzten die Füsse durch feste Schrauben und dämpften die Vibrationen mit Gummiklötzen. Nach sechs Stunden stand sie sicher – und der erste Testlauf war ein Erfolg! Sie läuft so leise wie nie und fasst doppelt so viel wie die alte. Ein Luxus, der sich trotz aller Strapazen gelohnt hat.
To-Do-Listen abgehakt und Steine bemalt
Neben den Reparaturen und Einkäufen blieb noch Zeit für eine maritime Tradition: Das Bemalen eines Steins. In vielen Marinas hinterlassen Langfahrtsegler bemalte Steine mit dem Namen ihrer Crew, dem Jahr und oft einem Bild. Auch wir haben uns verewigt :-)

Abfahrt und die große Überquerung
Am 6. Januar war es so weit: Unsere letzte To-Do-Liste war abgehakt, und wir stachen endlich in See. Nun sind wir unterwegs auf der ca. 17-tägigen Atlantiküberquerung, vorbei an den Kapverden und entlang der Tradewind-Route – immer schön vor dem Wind, so wie es Segler schon seit Jahrhunderten machen.
Wir freuen uns auf die nächsten Tage voller Abenteuer, und ihr hört bald wieder von uns!




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